Das Stiftsviertel

Schon seit vielen Jahren kooperieren verschiedene Institutionen im Stiftsviertel (das Quartier zwischen Steindamm und Berliner Tor sowie Lohmühlenpark und Lindenstraße). Ab 2017 wurde klar, dass es einen höheren Bedarf an einer engeren Vernetzung gibt. Daraufhin gründete sich im Sommer 2017 der Arbeitskreis Stiftsviertel, der sich seither regelmäßig trifft. Verschiedene Projekte sowie ein großes Fest sind bisher aus ihm hervorgegangen.

Um dem eingeschlagenen Weg eine Richtung zu geben, formulierte der Arbeitskreis Stiftsviertel ein konzeptuelles Selbstverständnis:

Vereinbarung zur Zusammenarbeit

1. Unser Selbstverständnis

Wir haben uns zum AK Stiftsviertel St. Georg zusammengeschlossen, um unser Quartier gemeinsam voranzubringen. Dazu wollen wir

  • in den Bereichen Wohnen, Soziales, Forschung, Stadtentwicklung und Kultur fachlich und praktisch kooperieren,
  • die Marke „Stiftsviertel St. Georg“ aufbauen und entwickeln (Logo, Claim, Markenstory),
  • Kontakte und Gesprächsfäden zur lokalen, bezirklichen und Landespolitik sowie zur Bezirksverwaltung aufbauen und pflegen,
  • uns mit anderen Institutionen und Initiativen im Stadtteil St. Georg vernetzen,
  • Impulse zur Quartiersentwicklung vor Ort geben und die Initiative ergreifen,
  • die Koordinationsstelle zur Quartiersentwicklung fachlich begleiten,
  • gemeinsam Ehrenamtliche und Spendengelder akquirieren,
  • Fördermittel für das Quartier einwerben.
2. Unsere Struktur

Gründungsmitglieder des AK Stiftsviertel St. Georg sind:

Weitere Institutionen aus dem Quartier sind eingeladen, künftig ebenfalls im AK mitzuarbeiten.

Der AK Stiftsviertel St. Georg trifft sich in unregelmäßigen Abständen, mindestens dreimal im Jahr.

Der AK Stiftsviertel St. Georg hat einen Sprecherkreis, bestehend aus drei Personen. Er wird für die Dauer von zwei Jahren von den Mitgliedern mit einfacher Mehrheit gewählt.

Jedes Mitglied im AK Stiftsviertel St. Georg entrichtet einen freiwilligen Beitrag zur Finanzierung der laufenden Organisation. Er soll mindestens 100 EUR und höchstens 250 EUR im Jahr betragen.

Projekte des Stiftsviertels im Kulturladen St. Georg

Unter der Federführung des Kulturladens St.Georg entstanden weitere erfolgreiche Projekte.

Sie sind vor allem an die Zielgruppen im Viertel angepasst und deshalb für die Teilnehmenden kostenfrei. Neben den Projekten für die Senioren begründeten wir mit den “Schmetterklingen auch ein generationsübergreifendes Projekt. Hier singen Kinder aus ansässigen Kitas mit den Senioren aus den Stiften unter der Leitung zweier Musikpädagoginnen Lieder, die die beiden Gruppen näher zusammenbringen.

Für Senioren gibt es weiterhin eine monatlich stattfindende Tanzveranstaltung mit einem Profi- DJ: “ 60, 70, 80 Tanz Ichwird von den Tänzer*innen gut angenommen, nicht zuletzt auch, weil die Veranstaltung im Saal des 2018 neu errichteten Hartwig-Hesse-Quartiers barrierefrei zu erreichen ist.

Die bildende Kunst wird im Senioren-Projekt “Cooleurspraktiziert. Hier malt eine Kunsttherapeutin wöchentlich mit demenzkranken Bewohner*innen der Amalie-Sieveking-Stiftung in deren vertrauten Wohnraum sowie in einem offenen Angebot auch im Kulturladen.

Gesungen wird im “Golden-Sixties-Chor” unter der Leitung von Natalie Kopp. Der Chor ist bei Zuhörer*innen sowie Mitsingenden beliebt und tritt regelmäßig bei Festen und Aktivitäten im Stadtteil auf.

Park am Start

Am 30.06.2018 fand das stadtteilübergreifende Eröffnungsfest des Lohmühlenparks statt. Viele Einrichtungen aus St. Georg feierten unter der organisatorischen Leitung des Kulturladens ein fröhliches großes Fest mit glücklichen Besucher*innen, Teilnehmer*innen und Künstler*innen.


Dankesschreiben

Es ist wieder an der Zeit DANKE zu sagen.

Ihre Spenden machen es möglich, dass wir, die Tagespflege St. Georg / Hamburg-Mitte, in Zusammenarbeit mit dem Kulturladen St. Georg unseren betagten Gästen ganz besondere Angebote machen können.

Immer am letzten Mittwoch im Monat kommen die Kita-Kinder zum generationsübergreifenden Singen zu uns in die Tagespflege.
Alle zwei Wochen arbeitet eine Kunsttherapeutin, Frau Dombrowski, mit einer Gruppe zumeist dementer Menschen an verschiedenen Projekten.

Unsere Gäste leben meistens – bedingt durch ihre Erkrankung – zurückgezogen und haben wenig  bis keine Möglichkeiten der Teilhabe am gesellschaftlichen Leben. Viele spüren ihre Defizite und trauen sich nur noch wenig zu.

Die Kunstgruppen freuen sich immer sehr auf jeden 2ten Donnerstag. Die ehemals Kreativen unter den Gästen bekommen wieder Spaß am Malen und die, die sich das noch nie zugetraut haben, bekommen in der Gruppe Lust, sich auszuprobieren.

Die Teilnehmer trainieren ihre feinmotorischen Fähigkeiten, entwickeln geführt wieder ein Farb- und Formgefühl und sind sehr stolz, wenn sie ihr Werk in unserer Bildergalerie im Flur entdecken.

Während der Stunden können die Gäste beim kreativen Arbeiten in ruhiger Atmosphäre auch von sich erzählen, so dass mittlerweile eine gute Beziehung zu Frau Dombrowski entstanden ist.

Wenn die Kinder zum gemeinsamen Singen kommen, leuchten die Augen und es wird begeistert mitgesungen, geklatscht und gewippt. Abwechselnd stellt sich jeder im Lied mit seinem Vornamen vor, viele Kinderlieder sind mittlerweile auch den Senioren bekannt, während die Kinder auch hin und wieder alte Volkslieder anstimmen.  Musik ist häufig das letzte, was in einer Demenz verlorengeht. Umso schöner, dass wir das Erinnern hier bei unseren Gästen  mit Ihrer Hilfe weiterhin aktivieren konnten.

Nach wie vor ist uns der Golden Sixties Chor des Kulturladens verbunden. Die Damen und Herren singen Bekanntes, Altes, Schlager, Jahreszeitliches oder Internationales mit unseren Gästen, erfüllen Wünsche und laden zum Mitsingen ein.

Da es wieder so weit ist, dass Sie über die Vergabe Ihrer Spendenmittel entscheiden, möchten wir Sie bitten, uns weiterhin in Ihre Überlegungen mit einzubeziehen. Für unsere Gäste bedeutet dies sehr viel.

Mit freundlichen Grüßen
Das Team und die Gäste der Tagespflege St. Georg